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Öffnungszeiten 25.Mai 2020 - 31. August 2020

Öffnungszeiten 1. Mai 2020 - 24.05.2020

geschlossen

Wegen des Corona-Virus ist das Strandbad Wannsee noch geschlossen.

Öffnung ab 25.05.2020 

 

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Chronologie

1871

Berlin wird nach dem Deutsch-Französischen Krieg Reichhauptstadt und Residenz des deutschen Kaisers. Die Einwohnerzahl beträgt 800.000.

1874

Im Jahr 1874 werden die S-Bahnhöfe Schlachtensee und Wannsee eröffnet und der S-Bahn-Verkehr aufgenommen. Damit haben die Berliner Arbeiter und ihre Familien erstmals die Möglichkeit schnell und relativ kostengünstig die Berliner Vororte zu erreichen. Gleichfalls werden die Berliner Vororte nun immer stärker ausgebaut, denn nun war die große Stadt schnell erreichbar. Da der Wohnraum in Berlin aüßerst knapp war, die Stadt mit der immer rasanter fortschreitenden Industrialisierung und immer mehr Fabriken auch immer mehr Arbeiter benötigte, schritt der Ausbau der Berliner Vororte schnell voran.

1900 (um)

Berlin und seine Vororte (späteres Groß-Berlin) haben eine Einwohnerzahl von rund 2,5 Millionen erreicht.

Die Anzahl der Wohnungen beträgt ca. 1 Million, davon 400.000 Einzimmer- und 300.000 Zweizimmerwohnungen. Berlin ist zur größten Mietskasernenstadt der Welt herangewachsen. Die Rückstände im Bereich der Industrialisierung im internationalem Vergleich sind aufgeholt.

772px Walter Leistikow Abendstimmung am Schlachtensee 1895 300pxWalter Leistikow - Abendstimmung am Schlachtensee, um 1895
 gemeinfrei
Die Fabriken in Berlin wachsen rasant und benötigen immer mehr Arbeiter, die in der Landbevölkerung gewonnen werden. Dies macht die Wohnsituation in Berlin immer unerträglicher, neuer Wohnraum wird dringend benötigt. Die Arbeiterfanilien leben mit bis zu 8 Personen in den winzigen Wohnungen der Mietskasernen, die größtenteils noch kein Warmwasser und, wenn keine Toiletten mehr im Hof, dann dennoch in den Zwischenetagen haben, die mit mehreren Familien geteilt werden müssen. Die Mietskasernen sind auf eine maximale Ausnutzung des zur Verfügungstehenden Raumes ausgelegt. Und so reihen sich die engen Hinterhöfe mit ihren Seiten-, Quer- und Hinterhäusern hintereinander an. Die Höfe sind eng und dunkel, ein Durchlüften der Wohnungen gestaltet sich schwierig. Hinzu kommen die miserablen hygienischen Zustände.

Die Arbeiter schuften bis zu zehn Stunden am Tag körperlich hart in den Fabriken. An den Wochenenden sehnen sie sich nach der Natur, Licht, Luft und Sonne.1907 Strandkontrolle 300
  Strandkontrolle 1907
    Archiv Röske / Stehlin

Wann immer es ihnen möglich war zogen sie mit der Familie hinaus in die Natur - an die zahlreichen Seen des Berliner Umlandes. Besonderes beliebt war die Gegend am Ostufer des Wannsees, der sogenannte "Rohrgarten". Mitten im Grunewald gelegen, bot er mit seinem flach abfallenden Sandboden einen vorzüglichen Badestrand. Zudem war das Areal durch seine Hanglage vor neugieriegen Blicken geschützt, denn das öffentliche Baden galt zu dieser Zeit als äußerst unmoralisch und war verboten. Wer durch die patroullierenden "Pickelhauben" beim Bade erwischt wurde, musste zur Strafe 5 Mark berappen.

 

1902

S Nikolassee 300pxS-Bahnhof Nikolassee
 Archiv Röske / Stehlin
Der S-Bahnhof Nikolassee wird eröffnet. Initiator für den Bau des Bahnhofs war die Grundstücksgesellschaft Heimstätten AG, die die Villenkolonie Nikolasse erschließen wollte. 


Viele Arbeiterfamilien, die bereits schon vor der Eröffnung des Bahnhofs Nikolassee an den Wochenenden mit ihren Familien zum "Rohrgarten" pilgerten und sich in Licht, Luft und Sonne von der - unter der Woche - schweren Arbeit in den Berliner Fabriken und den unwürdigen Berliner Wohnverhältnissen erholten stiegen auch weiterhin, wie sie es seit 1874 gewohnt waren, bereits am Bahnhof Schlachtensee aus und liefen die restliche Wegstrecke. Nicht nur aus Gewohnheit, viel mehr, um auch ein wenig Geld zu sparen, denn die Fahrpreise richteten sich nach der Anzahl der gefahrenen Stationen und das Geld war knapp.

1906

Inzwischen zieht es Hundertausende in den "Rohrgarten" am Ostufer des Wannsees zum Baden. Aber noch immer ist das öffentliche Baden nicht gestattet und die Badenden werden mit Strafen belegt.

Es bilden sich Gruppen unter den ersten Stammgästen, man freundet sich an. So zum Beispiel die späteren "fidelen Sonnenbrüder" Hermann Clajus, Walter Schulze, Kurt Senz, Walter Groß, Carl Götz, Oskar Gudekunst und andere.

Ernst von Stubenrauch gemeinfreiErnst von Stubenrauch, Landrat des Kreises Teltow
 gemeinfrei 
Der Landrat des Kreises Teltow,Ernst von Stubenrauch, zu dessen Gebiet auch der "Rohrgarten" gehörte, setzte sich angesichts der großen Beliebtheit mit aller Energie für die Eröffnung eines Freibades ein.

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Adresse

 Thomas Röske
 Wannseebadweg 25
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Freunde des Strandbad Wannsee ist ein privates, redaktionelles Projekt zur Information über das größte Binnenseebad Europas. Dargestellt werden aktuelle Informationen und die Inhalte der Archive Röske/Stehlin. 

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