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Historische Litfaßsäule

Diese Litfaßsäule, die 1945 bemalt, statt wie sonst üblich mit Plakaten beklebt wurde, ist die letzte dieser Art erhaltene in Berlin. 

Auf dem Informationsschild neben der Litfaßsäule ist der folgende Text zu lesen:

Diese Litfaßsäule ist eine Besonderheit, denn hier wurde die Werbung aufgemalt. Normalerweise werden Litfaßsäulen mit Werbeplakaten aus Papier beklebt. Zum Zeitpunkt dieser Werbung jedoch im Jahr 1945 nach Ende des Zweiten Weltkrieges, war dafür nicht genug Papier vorhanden. Das führte dazu, die Werbung per Bemalung darzustellen.
Beworben wird eine der ersten Berliner Zeitungen nach dem Kriege, die "Berliner Zeitung am Mittag" (bam). Diese Zeitung wurde schon im Erscheinungsjahr 1945 von der sowjetischen Kommandantur verboten, zu der Zeit, als die Sowjets noch die alleinige Verwaltungshoheit über Gesamt-Berlin hatten. Mitte 1945 wurde die Verwaltungshoheit auf die vier Besatzungsmächte verteilt.
Die aufgemalte Werbung wurde bei den Teilrestaurierungen im Strandbad Wannsee (2004-2007) entdeckt. Nach Entfernen von Werbeplakatschichten kamen Fragmente der aufgemalten Werbung zum Vorschein.
Im Auftrades Denkmalamts wurde die aufgemalte Werbung restauriert. Ausführender war Stefan Grell, Diplom-Restaurtor für Stein- und Wandmalerei.
Diese Litfaßsäule ist vermutlich das einzige Dokument dieser Art, das in Berlin aus der Nachkriegszeit übrig geblieben ist.

Verfasser: Ludwig Hecht
Sprecher der Interessengemeinschaft der Nutzer des Strandbad Wannsee (IG NSW)

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Adresse

 Thomas Röske
 Wannseebadweg 25
    14129 Berlin
info@strandbad-wannsee-berlin.de
nach Vereinbarung

 

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Über uns

Freunde des Strandbad Wannsee ist ein privates, redaktionelles Projekt zur Information über das größte Binnenseebad Europas. Dargestellt werden aktuelle Informationen und die Inhalte der Archive Röske/Stehlin. 

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